Histoire de l'EBG Nidau

Gründung der Eisenbahnerbaugenossenschaft Nidau

Die Eisenbahn eroberte im 19. Jahrhundert die Schweiz. Überall entstanden Bahnhöfe und Depots, so auch im Seeland. Für die geschaffenen Arbeitsplätze fehlte jedoch der nötige Wohnraum für die Arbeiter. Die Bahnen selbst wollten sich nicht im Wohnungsbau engagieren, also griffen die Eisenbahner zur Selbsthilfe und gründeten Genossenschaften. Der private Wohnungsmarkt war entweder zu teuer oder es hatte zu dieser Zeit zu wenig Wohnungen.

In den Anfängen mussten die Initianten mit grossen Schwierigkeiten kämpfen um Bankkredite, Hypotheken oder Bauland zu erhalten. Dank diesen vielen Eigenleistungen in der kargen Freizeit wurde nebst anderen Baugenossenschaften, am 29. April 1910 die heutige Eisenbahner Baugenossenschaft-Nidau gegründet. 1914 standen die ersten Häuser im Hoffmattenquartier bezugsbereit. Der Rennweg auf Bielerboden wurde 1925 fertig gestellt. 1929 erbaute die Eisenbahner Baugenossenschaft die gelben Häuser im Hoffmattenquartier. An der Orpundstrasse in Biel, standen 1948 die Wohnungen bezugsbereit. 1965 wurde als vorläufig letztes Projekt an der Gotthelfstrasse die Wohnblocks eingeweiht.

Eines der Gründungsmitglieder der EBG-Nidau war der spätere Bieler Stadtpräsident Guido Müller. Er amtete als Präsident der EBG-Nidau in Jahren 1912-1916.

Das Lesen alter Jahresberichte unserer Vorgänger war interessant und gab Aufschluss über die bauliche und soziale Entwicklung der Genossenschaft. Der Erste, wie der Fünfzigste Jahresbericht der EBG Nidau, die damals noch EBG Biel hiess, erinnerte uns daran, dass das Rad der Zeit sich dreht und trotz der technischen Errungenschaften, die Mittel und Instrumente, um Probleme zu lösen, immer noch die gleichen geblieben sind.

Schon im Jahre 1960 sinnierte der damalige Präsident Lachat über den immer grösser werdenden Individualismus in der Gesellschaft und über den fehlenden Einsatz für das Wohl aller in der Genossenschaft. Zu dieser Zeit mussten auch kostenintensive Sanierungen gemacht werden oder waren in Planung. Der sich auflösende Genossenschaftsgedanke war eine Hauptsorge vor 54 Jahren.

Seit bald 7 Jahren wird die EBG-Nidau im Co-Präsidium geführt. Paolo Induni und Daniel Bachmann teilen sich das Präsidium. Vor einigen Jahren wurde ein Change Management Prozess eingeleitet.

Heute nach einer 2 Jahre dauernden Reorganisation der EBG-Nidau, stellten wir im Oktober 2013 einen Verwalter an und wechselten vom Milizsystem in ein professionelles Verwaltungssystem.

In den verschiedenen Workshops erkannten wir, dass die strategische Ebene und die operative Ebene getrennt werden musste, damit die EBG-Nidau weiterentwickelt werden kann und weitere 100 Jahre bestehen bleibt.

 

Daniel Bachmann & Paolo Induni

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